I. Neuer Friedhof (früher Korn- heute Hopfenstraße)
Oktober 1954 Baubeginn, es wurden 2,6 ha gekauft.
5.12.1955 Erste Bestattung (eines Heimatvertriebenen) vor der offiziellen Einweihung, insgesamt 27 wegen Platznot am Alten Haunstetter Friedhof
1955 Wandbild an der Nordseite der Aussegnungshalle
durch den Haunstetter Maler Werner Helbig (geb. 1921 in Berlin-Weißensee, kam nach Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft Ende der 40er Jahre nach Haunstetten, gest.1990); es handelt sich um eine Neuinszenierung eines Ausschnitts aus dem Isenheimer Altar von Mathis Grünewald (1470-1528). Daneben auch im Innern Schriftbänder und -tafeln sowie eine Pieta, die ebenfalls dem Isenheimer Altar nachempfunden ist. Helbig ist in einem einfachen Grab hier begraben.
28.10.1956 Sonntag, 10.15 Uhr, Einweihung, Platz für 2500 Gräber, kirchliche Weihe durch Stadtpfarrer Josef Schmuttermair.
28.08.1960 Erster Gottesdienst der Expositur St.Pius in der Kapelle des Neuen Friedhofs
März 1963 Haunstetten schafft als erste Gemeinde in der BRD die Beerdigungsklassen ab.
15.10.1969 Beginn der Erweiterung des Neuen Friedhof
1970 Die Stadt Haunstetten
errichtet die Zentrale Gedenkstätte für die Opfer der Kriege und der Gewalt; Christian Angerbauer gestaltete ein mächtiges, gespaltenes Steinkreuz aus Nagelfluh mit Bronzeplatten, deren Szenen die Schrecken sinnloser Gewalt symbolisieren.
Mahnmal für alle Russlanddeutschen durch die Landsmannschaft der Deutschen aus Russland

II. Naturfreibad
1958 erfolgte der erste Spatenstich durch Bürgermeister Karl Rieger und Captain Boylan von der US-amerikanischen Standtort-Ingenieur-Abteilung Augsburg an der Rogenstraße. Cptn. Boylan brachte dabei eine große Planierraupe mit, mit der und anderen Arbeitsmaschinen der US - Army auf den 14000 qm die Humusschicht abgeschoben wurde. Bei den vorausgehenden Planungen hatte man von verschiedenen Standortmöglichkeiten überlegt, so auch die Fläche zwischen Wald und dem Werksgelände der Firma Martin, die später zum Teil für Kleingärten verwendet wurde.
Das Bad für die junge Stadt - Haunstetten hatte 1958 rund 15000 Einwohner, 12000 weniger als heute - war mit drei Abteilungen geplant: für Nichtschwimmer, Schwimmer und mit einer sechsbahnigen 50-Meter-Schwimmkampfbahn. Für die Kosten ohne Umkleidekabinen waren 45 000 DM veranschlagt. Der Stadtrat hatte sich durch eine Fahrt nach Frankenthal in der Rheinpfalz vom Typ des Naturfreibades informiert, das es damals erst in wenigen Exemplaren in Deutschland gab. Planung und Bau erfolgten unter Stadtbaurat (seit 1947) Dipl. Ingenieur Hans Tacina.
Am 3.Juli 1960 wurde das Bad eröffnet, der Zuspruch war sofort sehr groß. An manchen Sommertagen waren rund 5000 Menschen auf dem Gelände. Es wurde deshalb sogar ein eigener „Parkplatz“ für Kinderwägen angelegt. Es gab damals auch eine Kleideraufbewahrung für ca. 8000 Badegäste. Überdies zwei Wohnungen für städtische Bedienstete.
1972 übernahm die Stadt Augsburg im Zuge der Eingemeindung das Naturfreibad.
Bereits in den 1980er Jahren war das Bad von Sparmaßnahmen der Stadt Augsburg tangiert, als das Nichtschwimmerbecken aufgefüllt wurde und es zu einem „offenen gebührenfreiem Badegelände ohne Beaufsichtigung“ erklärt wurde. Eingeebnet aus Kostengründen wurden auch die Blumenbeete. Selbst eine Schließung wurde bereits damals diskutiert.
Bereits in den 1990er Jahren wurde der schlechte Zustand der Betonumrandung moniert und die Sanierung auf einen Millionenbetrag geschätzt.
Seit der Eröffnung 3.7.1960 ist die Haunstetter Wasserwacht ehrenamtlich stark für das Bad engagiert.
III. Kirche St.Pius
1956 Die Kirchenverwaltung von St.Georg erwirbt ein Grundstück für eine neue Kirche.
Das rasche Bevölkerungswachstum führte am 16.Juni 1961 zur Errichtung einer Expositur durch Bischof Freundorfer aus der Pfarrei St.Georg. Gottesdienste fanden in der Aussegnungshalle des Neuen Friedhofs statt.
Dezember 1961 Der Kirchenbauverein wird ins Leben gerufen.
1964 Erster Spatenstich der Kirche durch Pfarrer Hans Stiefenhofer . Den Grundstein mit Bischofswappen (Plebi Dei Peregrinanti)gestaltete C. Angerbauer. Angerbauer gestaltete auch einen Osterleuchter in Bronze, in drei Stufen als Lebenssäule gestaltet. Die Flachreliefs spannen den Bogen von der Schöpfungsgeschichte und der Erschaffung der Menschen bis zur Erlösung durch den Opfertod Christi. Die Hindernisse und Wirren, die dem Menschen entgegengestellt sind werden durch Ereignisse wie der Auszug aus Ägypten und Kriegszerstörungen symbolisiert.
Mai 1965 Das fünf Glocken umfassende Geläut erhält seine Weihe.
Juli 1965 Richtfest
Weihnachten 1965 Feier der Weihnachtsmette in der neuen Kirche
4. September 1966 Weihe der Kirche durch Bischof Josef Stimpfle, entworfen von Hans Schädel, F. Ebert und Marquart, gleichzeitig Erhebung zur Stadtpfarrei. Patron in Papst Pius X. (1835 – 1914)
1980 Bau des Gemeindezentrums
1986-89 Altarfenster und Christusfresko der Seitenkapelle von Prof. Franz .Nagel (geb. 1.9.1907 in Günzburg, gest. 22.3.1976 am Tegernsee) und Westfenster von Prof. Franz-Bernhard Weißhaar (Akademie der Bildenden Künste München).
An den beiden Eingängen der Kirche erinnern Betonreliefs an das KZ - Außenlager. Vorlage war ein Kreuz, das Dachauer Häftlinge für einen Bischof schnitzten. Die in Form eines Kreuzes angeordneten griechischen Wörter lauten „phos“ und „zoe“ (Licht und Leben).
2007 Glasfenster (halbtransparente Echtantikglasscheiben) mit dem Thema des Johannesevangeliums “Er muss wachsen, ich aber muss klein werden.“ durch Glasmaler Prof.
Dr.theol.h.c. Johannes Schreiter (geb. 1930 in Annaberg-Buchholz im Erzgebirge). Die Fensterreihe ist wie ein Buch von links zu lesen. Die Fenster verdeutlichen, dass das Dunkel im alten Adam immer mehr der in ihm wachsenden Liebe Gottes weicht. Das vierte Fenster ist eine Ausnahme: Hier stellt Schreiter die Überzeugung des Johannes dar, dass er von Gott geliebt wird; der Himmel (als Säule dargestellt) über Johannes steht bildlich offen, von oben strahlt das Licht
.
IV. Pestalozzi-Hauptschule – heute: Albert-Einstein-Volksschule.

20.9.1958 Einweihung der Pestalozzi-Hauptschule durch Bgm. Karl Rieger, Stadtpfarrer Josef Schmuttermair und Stadtbaurat Hans Tacina.

Der Unterricht begann im Schuljahr
1957/58; Erweiterungen bereits
1962/63 und
1972.
V. Neuapostolische Kirche Haunstetten – Breitwiesenstraße
1946 Erster neuapostolischer Gottesdienst in der Gaststätte „Eisenbahn“ (Gottesdienste bis 1957).
1957 Ecke Schafweid-/Sudetenstraße Errichtung einer Notkirche; Abriss 1968.
22.12.1968 Einweihung der neuen Kirche durch Bezirksapostel Startz
1983 Renovierung der Kirche
2009 knapp 300 Mitglieder
VI. Die ersten Haunstetter

1. Schnurkeramiker und Glockenbecher-Leute ab ca.
2800 v. Chr.
1985 fand man in Grabfunden die Spuren der ältesten Haunstetter im Bereich des Unteren Talwegs.

2. Bronzezeit
1600 bis 1200 v. Chr.
Friedhof der frühen Bronzezeit: zwischen Postillion- und Brahmsstraße.
Mittlere und Späte Bronzezeit : Grabfunde im Bereich Unterer Talweg.

3.Urnenfelderzeit von
1200 bis 800 v. Chr.
Grabfunde im Bereich Unterer Talweg
